Interner Bereich

 

Naturparke werden im Landesnaturschutzgesetz als großräumige Gebiete mit besonderer Erholungseignung definiert. Sie werden in großräumigen Erholungslandschaften eingerichtet, um die Interessen des Landschafts- und Naturschutzes einerseits und die Erschließung für Erholungssuchende andererseits aufeinander abzustimmen.
Die Aufgabe des Natur- und Geopark Vulkaneifel ist laut Landesverordnung aber nicht nur die Pflege und Entwicklung seiner einzigartigen durch Vulkanismus und spezielle Landnutzungen entstandenen Landschaften, sondern auch eine nachhaltige Regionalentwicklung zu fördern. Ein weiter Schwerpunkt des Natur- und Geopark Vulkaneifel ist die Umweltbildung.


Nach Umsetzung der Wiedervernässungsmaßnahme am Trautzberger Maar in 2013/2014, welche durch Naturparkmittel finanziert wurde, wird es in den kommenden Jahren zu Veränderungen auf dem Maarboden kommen. Eine sich bereits einstellende Wasserfläche wird sich als permanent oder temporär im Jahresverlauf erweisen.


Ornithologisches Monitoring

Die Vulkaneifel ist ein wichtiges Gebiet für den Vogelzug, die in den Mittelgebirgen wenigen vorhandenen offenen Wasserflächen werden gut von der durchziehenden Avifauna angenommen.An und um das Naturschutzgebiet Trautzberger Maar wurden im Herbst 2015 auf einer ca. 11ha großen Fläche Zugvögel getrennt nach Arten, Zahlen, rastend und überfliegend erfasst. Es stellte sich heraus, dass die Wasserfläche bereits gut von heimischen Vogelarten sowie Zugvögeln angenommen wird. Als besonders positiv wird erachtet, dass das Maar bereits als Rastplatz für Limikolen, auch Watvögel genannt, angenommen wird.


Pflanzensoziologisches Monitoring


Doch nicht nur die Fauna, sonder auch die Vegetation des Sees wird sich deutlich verändern. Vor der Maßnahme wurde der Maarbodenbereich von einer artenarmen und intensiv genutzten Glatthaferwiese eingenommen. Inwieweit sich die Vernässungsmaßnahme auf die Vegetation des Naturschutzgebietes auswirkt, wird anhand von Dauerbeobachtungsflächen ermittelt. Die Dauerbeobachtungsflächen wurden so eingerichtet, dass sie nicht im Gelände sichtbar sind und auch nach Ablauf des Monitorings noch weiter verwendet werden können. Eine erste Untersuchung fand im Jahr 2015 statt. Hier zeigte die Vegetation weitestgehend noch den Ausgangsbestand an, vereinzelt traten jedoch schon Gewässerpflanzen wie Wasser-Knöterich auf. Sowohl das ornithologische als auch das pflanzensoziologische Monitoring werden in den nächsten Jahren fortgesetzt.