Interner Bereich

 

Naturparke werden im Landesnaturschutzgesetz als großräumige Gebiete mit besonderer Erholungseignung definiert. Sie werden in großräumigen Erholungslandschaften eingerichtet, um die Interessen des Landschafts- und Naturschutzes einerseits und die Erschließung für Erholungssuchende andererseits aufeinander abzustimmen.
Die Aufgabe des Natur- und Geopark Vulkaneifel ist laut Landesverordnung aber nicht nur die Pflege und Entwicklung seiner einzigartigen durch Vulkanismus und spezielle Landnutzungen entstandenen Landschaften, sondern auch eine nachhaltige Regionalentwicklung zu fördern. Ein weiter Schwerpunkt des Natur- und Geopark Vulkaneifel ist die Umweltbildung.

Das Entwicklungsprogramm PAUL mit der Initiative „Clever auf dem Land: Lernen für die Zukunft des ländlichen Raumes“ fördert speziell neue oder ergänzende Bildungsmaßnahmen im ländlichen Raum.

Der Tourismus in der Eifel als ländlicher Raum nimmt wirtschaftlich eine stark zunehmende Bedeutung ein und bietet den Bürgerinnen und Bürgern zukünftig immer besser werdende Beschäftigungschancen. Gäste, die die Eifel besuchen, wünschen sich zunehmend eine umfangreiche und qualitativ hochwertige Betreuung vor Ort, die über das Bereitstellen eines Wanderführers hinausgeht. Es gilt die vorhandene touristische Infrastruktur im Natur- und Geopark Vulkaneifel, wie z.B. die zahlreichen Geopfade, Lehrpfade und Wanderwege, durch gut ausgebildete Führer weiter in Wert zu setzen. Der anspruchsvolle Gast wünscht heutzutage fundierte Information in den Bereichen Kultur, Geologie und Geographie, Naturschutz und Geschichte der Region und erwartet einen gut ausgebildeten und nachweislich qualifizierten Gästeführer. Die Touristiker und Gastronomen benötigen verlässliche und stets verfügbare Partner zur Umsetzung ihrer Programme und Betreuung der Gäste.

Für eine zukünftige Zusammenarbeit der Natur- und Geoparkführer mit der Natur- und Geopark Vulkaneifel GmbH wollen wir unsere Akteure durch eine aufbauende Qualifizierungsmaßnahme für den Einsatz im Naturpark vorbereiten und schulen. Dabei sollen sie das erforderliche Wissen und das naturschutzfachliche „Handwerkszeug“ erhalten um zukünftig im Naturpark nachhaltig Touristen im Einklang mit dem Naturschutz und insbesondere mit den Bestimmungen der „LVO über den Naturpark Vulkaneifel“ zu führen und ihnen die Fähigkeiten vermitteln, die Gäste für die Belange der Natur zu sensibilisieren. Der Natur- und Geoparkführer hebt sich vom klassischen Gästeführer ab, er arbeitet stärker natur- und weniger geschichts- und denkmalbezogen und versteht sich als Wahrer unseres ländlichen Erbes. Die Teilnehmer der Qualifizierungsmaßnahme haben eine umfangreiche Ausbildung absolviert, die 600 Zeitstunden beinhaltet mit Seminaren in Berlin, Brüssel und Mainz für den politischen Teil, Seminaren zu Konfliktmanagement, nonverbaler Kommunikation, Umgang mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Sprechtraining, den rechtlichen Hintergründen für die Tätigkeit als Gästeführer u.v.m. Flora und Fauna, Geschichte und Geologie der Eifel sind weitere herausragende Schwerpunkte dieser Ausbildung, die nach DIN EN 15565 zertifiziert ist.


Ziele:

  • Schaffung von zusätzlichen Erwerbsmöglichkeiten
  • Qualitätssteigerung für natur- und geotouristische Angebote
  • Etablierung eines Netzwerkes für Gästeführer


Die Erarbeitung des Projektes wird gefördert durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) im Rahmen des rheinland-pfälzischen Entwicklungsprogramms „Agrarwirtschaft, Umweltmaßnahmen, Landentwicklung“ (PAUL), Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten sowie durch Naturpark- und QualiScheckmittel.