Interner Bereich

 

Naturparke werden im Landesnaturschutzgesetz als großräumige Gebiete mit besonderer Erholungseignung definiert. Sie werden in großräumigen Erholungslandschaften eingerichtet, um die Interessen des Landschafts- und Naturschutzes einerseits und die Erschließung für Erholungssuchende andererseits aufeinander abzustimmen.
Die Aufgabe des Natur- und Geopark Vulkaneifel ist laut Landesverordnung aber nicht nur die Pflege und Entwicklung seiner einzigartigen durch Vulkanismus und spezielle Landnutzungen entstandenen Landschaften, sondern auch eine nachhaltige Regionalentwicklung zu fördern. Ein weiter Schwerpunkt des Natur- und Geopark Vulkaneifel ist die Umweltbildung.

Das Meerfelder Maar ist der größte vulkantektonische Senkungstrichter der Westeifel. Die Kraterwände sind teilweise noch mit standortfremden Nadelhölzern bestückt, die nun nicht nur aus naturschutzfachlichen Gründen weichen sollen: die Nadelbäume tragen insbesondere in den Wintermonaten zur Verschattung des Kraters bei. Langfristiges Ziel ist es daher, die vorhandenen Nadelholzbestände in Offenland oder Laubwald umzuwandeln.

 

Am südlichen Steilhang des Maares wurden vor einigen Jahren bereits Fichtenbestände entfernt. Der Aufwuchs der mit der Zeit wieder verbuschten Fläche soll nun reduziert werden, um die Fläche für Beweidung mit Rindern vorzubereiten. Dadurch können sich langfristig artenreiche Magerrasen entwickeln. Aufgrund des stark ausgeprägten Geländereliefs ist für die Arbeiten Spezialgerät erforderlich. Die Maßnahme wird von der Firma Klein aus Niersbach durchgeführt. Die Firma verfügt über Erfahrung derartiger ökologischer Verbesserungsmaßnahmen in schwierigem Gelände.

Das Meerfelder Maar ist durch das europäische Natura 2000-Netzwerk als Flora-Fauna-Habitat und als Naturschutzgebiet geschützt. Die aktuelle Maßnahme dient dem Arten- und Biotopschutz und ist in enger Zusammenarbeit mit dem Biotopbetreuer des Landkreises Bernkastel-Wittlich abgestimmt. Der Natur- und Geopark Vulkaneifel kann diese Maßnahme zu 100 % aus den vom Land für Naturparke bereitgestellten Mitteln fördern.