Interner Bereich

 

Naturparke werden im Landesnaturschutzgesetz als großräumige Gebiete mit besonderer Erholungseignung definiert. Sie werden in großräumigen Erholungslandschaften eingerichtet, um die Interessen des Landschafts- und Naturschutzes einerseits und die Erschließung für Erholungssuchende andererseits aufeinander abzustimmen.
Die Aufgabe des Natur- und Geopark Vulkaneifel ist laut Landesverordnung aber nicht nur die Pflege und Entwicklung seiner einzigartigen durch Vulkanismus und spezielle Landnutzungen entstandenen Landschaften, sondern auch eine nachhaltige Regionalentwicklung zu fördern. Ein weiter Schwerpunkt des Natur- und Geopark Vulkaneifel ist die Umweltbildung.

Auf einer Fläche von gut einem Hektar werden am Nordostufer des Jungferweihers Weiden und andere Gebüsche aus der Uferzone entfernt um so der voranschreitenden Verbuschung entgegen zu wirken. Durch zunehmende Verbuschung gehen nicht nur Bruthabitate vieler teils gefährdeter Vogelarten verloren, die Gebüsche im Uferbereich dienen zudem Greifvögeln als Sitz und stellen damit eine potenzielle Gefahr für Watvögel dar, die in Schlammflächen nach Nahrung suchen. Durch die Wegnahme der Gehölze wird der Feinddruck auf die Schlammflächen erheblich reduziert.

 

Durchgeführt wird die Maßnahme seit dem 02.11. von der Firma Fraiß aus Masburg. Der Unternehmer verfügt über Erfahrung mit derartigen ökologischen Verbesserungsmaßnahmen, bei der Forstmaschinen und Handarbeit zum Einsatz kommen. Dabei müssen die kompletten Gehölze mit dem Wurzelstock entfernt werden.

Der Jungferweiher ist durch das europäische Natura 2000-Netzwerk und als Naturschutzgebiet geschützt und dient vielen Zugvögeln als Rastplatz. Die aktuelle Maßnahme dient dem Arten- und Biotopschutz, und ist in enger Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Cochem-Zell und deren Biotopbetreuern, der Biodata GmbH, abgestimmt. Der Natur- und Geopark Vulkaneifel kann diese Maßnahme zu 100 % aus den vom Land für Naturparke bereitgestellten Mitteln fördern.