Interner Bereich

 

Naturparke werden im Landesnaturschutzgesetz als großräumige Gebiete mit besonderer Erholungseignung definiert. Sie werden in großräumigen Erholungslandschaften eingerichtet, um die Interessen des Landschafts- und Naturschutzes einerseits und die Erschließung für Erholungssuchende andererseits aufeinander abzustimmen.
Die Aufgabe des Natur- und Geopark Vulkaneifel ist laut Landesverordnung aber nicht nur die Pflege und Entwicklung seiner einzigartigen durch Vulkanismus und spezielle Landnutzungen entstandenen Landschaften, sondern auch eine nachhaltige Regionalentwicklung zu fördern. Ein weiter Schwerpunkt des Natur- und Geopark Vulkaneifel ist die Umweltbildung.

Wildbienen eignen sich durch ihre enge Bindung an Vegetation und Substrat als gute naturschutzfachliche Indikatoren und leisten als Bestäuber einen wichtigen Beitrag zum Erhalt zahlreicher Wild- und Kulturpflanzen. Mit der fortschreitenden Zerstörung von Offenlandschaften wurden alle Wildbienen in der Bundesartenschutzverordnung unter Schutz gestellt. In Deutschland gibt es ca. 600 Wildbienenarten.

Durch die besondere geologische Situation im Oberbettinger Triasgraben, treten entlang des Kylltales zwischen Bewingen im Süden und Birgel im Norden rote Sandsteine zu Tage. Viele wärmeliebende Wildbienenarten sind auf freiliegenden Sandsteinböden als Bruthabitate angewiesen, aber auch Reptilien wie z.B. die streng geschützte Zauneidechse profitieren von solchen Strukturen.

Der Natur- und Geopark Vulkaneifel lässt daher am Südhang der ehemaligen Bahntrasse am Burgberg bei Birgel mit Raupe und Bagger Rohbodenflächen anlegen, um Lebensräume für an solche Standorte gebundene Flora und Fauna wieder zur Verfügung zu stellen. Ähnliche Maßnahmen wurden vor einigen Jahren bereits begonnen, jetzt erfolgt die Nachbearbeitung und Fortführung. Ausgeführt wird die Maßnahme von der Firma Klein aus Jünkerath, die schon Erfahrungen im Bereich der ökologischen Erdarbeiten hat.

Die Maßnahme entstand in enger Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Vulkaneifel und wird zu 100 % aus den vom Land für Naturparke bereitgestellten Mitteln finanziert.