Interner Bereich

Das Institut für Physische Geographie der Universität Frankfurt hat 2004 eine rund 25 m tiefe Kernbohrung im Zentrum des damals noch trockenen Maares niedergebracht. In diesem Bohrkern
konnte eine Abfolge von eiszeitlichen Schuttablagerungen und jüngeren, warmzeitlichen Seeablagerungen nachgewiesen werden. Diese ca. 16 m mächtigen Seeablagerungen belegen die sichere Existenz eines Maarsees über einen längeren Zeitraum. In der Tranchot-Karte dieser Region von 1811 wird das Eichholz-Maar noch als der mit Wasser gefüllte Gussweiher bezeichnet. Seit der Römerzeit wurde der Maartrichter nachweislich von den Menschen genutzt. Er wurde mehrmals trockengelegt und dann
wiederum für die Fischzucht aufgefüllt. 2007 / 2008 wurde der Maarsee renaturiert, d.h. er wurde abermals mit Wasser befüllt. Dazu wurde der vorher durch das Trockenmaar fließende Gussbach
aufgestaut.

Das Grundgebirge besteht hier aus unterdevonischen Sandsteinen der Klerf-Schichten aus der Unterems-Stufe (405 Mio. Jahre). Sie werden als Wattenmeer-Ablagerungen interpretiert. Am NW-Rand des Maares stehen noch Reste von Flussablagerungen aus dem Buntsandstein (ca. 235 Mio. Jahre) an.

Koordinaten: 50°16´27´´ / 06°33´84´´
Höhenlage: 483 m
Trichter-Durchmesser in E-W-Richtung: ca. 125 m
Trichter-Durchmesser in N-S-Richtung: ca. 115 m
Trichter-Tiefe: ca. 25 m
Maar-Seegröße heute: ca. 1 ha
Maar-Seetiefe heute ca. 2,20 m
Maar-Alter:
Laacher-See-Tephra in 12 m Tiefe erbohrt, bedeuten ca. 13.000 Jahre, u.U. sogar 100.000 Jahre, da die anderen Maare dieser Region wahrscheinlich aus dem Altquartär stammen.