Interner Bereich

Das Ulmener Maar ist mit rund 10.900 Jahren der jüngste Vulkanausbruch in der Eifel und gleichzeitig in
Deutschland. Der Ausbruch hat in einer warmen Periode des Spät- oder Postglazial stattgefunden, da Pflanzenreste an der Basis der Ulmener Maar-Aschen gefunden wurden. Der Aschenfächer ist heute noch bis zu 600 m nach Südwesten an der Oberfläche nachweisbar. Die Aschemächtigkeit reicht von 15 m direkt am Kraterrand (fast vollständiger Tuffwall) bis zu 0,2 mm im rund 20 km entfernten Meerfelder Maar. Seit 1926 gewinnt das Wasserwerk des Landkreises Cochem-Zell mit Hilfe von 8 Brunnen Trinkwasser aus dem 39 m tiefen Maarsee. Von den jährlich gewonnenen 700.000 m3 Trinkwasser profitieren rund 30.000 Einwohner.

Das Maar liegt genau auf einer SE-NW-Störung im Grundgebirge. Südwestlich davon stehen unterdevonische, graugrüne Sand- und Siltsteine – teilweise quarzitisch – der Reudelsterz-Schichten an, nordöstlich ist die unterdevonische, ungegliederte Ulmen-Stufe mit Sand-, Siltsteinen und Tonschiefern. Maartuffe überdecken das Unterdevon.

Koordinaten: 50°12´48´´ N / 06°58´10´´ E
Höhenlage: 420 m üNN
Ovale Trichterform: 510 m NW-SE, 350 m SW-NE
Trichter-Tiefe: 86 m
Trichter-Alter: 10.900 Jahre
See-Durchmesser: 340 m N-S, 225 m W-E
See-Oberfläche: 55.000 m2
See-Tiefe: 39 m