Interner Bereich

Das Naturschutzgebiet „Mürmes“ ist heute ein ovales Flachmoor mit vier Meter mächtigen Torfschichten. Seltene Pflanzen wie das schmalblättrige Wollgras, der rundblättrige Sonnentau, der Haarstrang Wasserfenchel, der efeublättrige Hahnenfuß oder das gefleckteKnabenkraut wachsen auf der Oberfläche. Für die Vogelwelt ist es mit dem nahen Sangweiher und dem Jungferweiher ein wichtiger Ruhe- und Rastplatz. Um 1400 legten die Kurfürsten von Trier in diesem Gebiet drei
Fischteiche an, wobei das Mürmes-Maar als oberster Teich verwendet wurde. In der Zeit um 1800-1950 konnte die dortige Bevölkerung Torf stechen, da der Sperrdamm zerstört war und das
Wasser ablief.  Seit 1978 ist das 43 Hektar große Naturschutzgebiet unter Schutz gestellt und ist im Besitz des NABU Daun und des Landkreis Vulkaneifel. Seitdem wird das Moor durch ein neues Auslaufsperrwerk kontrolliert wieder vernässt und somit renaturiert.

Das Maar bildet den SE des Moorgebietes und hat einen Radius von 150 m bei einer Tiefe von 45 m. Kleinere Tephra-Vorkommen findet man im SW und NE, der Hauptausbruch erfolgte in Richtung NW
Autobahn und lässt sich dort nachweisen. Der Maartrichter liegt größtenteils in den unterdevonischen, graugrünen Sand- und Siltsteinen – teilweise quarzitisch – der Reudelsterz-Schichten, umgeben
von den grauen Siltsteinen, quarzitischen Sandsteinen und Tonschiefern der Eckfeld-Schichten.

Koordinaten: 50°09´15´´ N / 06°53´32´´ E
Höhenlage: 407 m üNN
Maar-Durchmesser: 150 m
Trichter-Tiefe: 45 m
Flachmoor-Form: oval, 620 m NW-SE; 280 m NE-SW