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Feuerspeiende Berge gibt es in der Eifel heute nicht.

Dies war aber nicht immer so. In der Tertiärzeit, vor rund 45 bis 35 Millionen Jahren, waren hier Vulkane aktiv. Vor ca. 1.000.000 Jahren setzte dann erneut eine vulkanische Phase ein. Diese endete mit dem jüngsten Ausbruch vor 10.000 Jahren, ein Wimpernschlag für Geologen.



In der Vulkaneifel wurden bisher 350 Ausbruchszentren gezählt, davon etwa 270 aus der jüngeren Phase. Sind weitere Ausbrüche von Vulkanen möglich? Ja. Denn die Erde unter der Eifel ist in Bewegung. Jedes Jahr hebt sich die Eifel um etwa einen Millimeter. An ungezählten Stellen tritt Kohlendioxid an der Erdoberfläche aus oder perlt in Wasser gelöst in kohlensäurehaltigen Quellen, den sog. Sauerbrunnen und Sprudelquellen, nach oben.
Geophysiker haben erkundet, dass die Erdkruste unter der Eifel deutlich dünner ist als sonst unter Kontinenten üblich und sie vermuten unter der Eifel eine heiße Zone, in der heißes Gestein nach oben steigt. Aus all dem lässt sich schließen, dass die Voraussetzungen für die Entstehung von Vulkanen unter der Eifeloberfläche noch gegeben sind und davon auszugehen ist, dass der Vulkanismus in der Eifel längst nicht erloschen ist, sondern nur eine Ruhepause eingelegt hat. Vulkanausbrüche sind also möglich. Doch keine Angst, die Vulkaneifel zählt zu den wissenschaftlich am besten erforschten Vulkanregionen der Erde und aktuell zeigen die Messinstrumente keine Gefahr an.