Interner Bereich

   

Das Trautzberger Maar, ein ehemals trockengelegtes und im Jahr 2014 durch den Natur- und Geopark Vulkaneifel wiedervernässtes Maar nahe der Ortschaft Strohn, besitzt eine hohe Attraktivität für ein reiches Artenspektrum von Vögeln. Das haben umfangreiche Kartierungen ergeben, die seit dem letzten Herbst von Dr. Clemens Hackenberg im Auftrag des Natur- und Geoparks Vulkaneifel im Bereich des Maarsees durchgeführt werden.

 Insbesondere für Zugvögel der Feuchtgebiete scheint das Maar von großem Interesse zu sein. Für diese ist das Gewässer bereits beim Anflug sehr gut sichtbar, da die Uferrandbereiche fast rundum offen sind. Das Maar gleicht einem Steppensee und lockt somit vor allem durchziehende Watvögel an, die mit ihrem langen Schnabel gerne im Uferrandbereich nach Nahrung suchen. Vogelarten wie Grünschenkel, Bekassine, Waldwasserläufer und Flußuferläufer konnten wiederholt und über längere Zeiträume beobachtet werden. Reiher und verschiedene Entenarten fühlen sich hier ebenfalls wohl.

„Der Vogelzug hat eine hohe Bedeutung in der Vulkaneifel, leider gibt es jedoch zu wenig offene Wasserflächen. Deswegen war eines der Ziele der Wiedervernässung des Trautzberger Maars, einen entsprechenden Lebensraum für Zug- und Brutvögel zu schaffen. Dies scheint uns gelungen zu sein.“ erklärt Dr. Andreas Schüller, Geschäftsführer des Natur- und Geopark Vulkaneifel.

Die Hänge um das Maar mit den strukturreichen Hecken und Gebüschen und den kräuterreichen Weiden sind sehr attraktiv für Brutvögel, insbesondere Singvögel. Alle vier heimischen Grasmückenarten kommen neben Goldammer, Bluthänfling und Feldsperling hier vor. Auch der aus dem Mittelmeerraum bei uns einwandernde, seltene Orpheusspötter konnte nachgewiesen werden. Die Untersuchungen zur Vogelwelt des Trautzberger Maars werden im Sommer und Herbst dieses Jahres fortgeführt.